
Politische Ideen hinter dem Internet
Internet Governance kennenlernen
Verschiedene Gesellschaften und Organisationen haben Governance-Modelle und -Strukturen entwickelt, die auf unterschiedlichen Weltanschauungen und Ideen basieren. Diese Methode stellt einige vor und regt einen Austausch über das Internet und dahinterliegende Ideologeme an.
Benötigte Zeit
20-40 Minuten
Zielgruppe/Mindestalter
ab 15 Jahren und Fachkräfte
Gruppengröße
12-27
Benötigtes Material
Vorlage (zum Ausdrucken)
Lernziele
- Reflexion der politischen Dimension hinter der Technologie und zum größeren Zusammenhang der Netzpolitik
- Kritisches Nachdenken über die Vor- und Nachteile europäischer Strategien zur Internet- und Digitalpolitik
- Kritisches Lesen
Lerninhalte
- Zitate, die grundlegende politische Ordnungsvorstellungen zum Internet/digitalen Raum widergeben
- Ideologische Dimension in der Digitalpolitik
Ablauf
Vorbereitung
Die Vorlage pro Teilnehmer*in ausdrucken (entweder mit Quellenangaben unter dem Zitat oder in der Version ohne Quellenangaben).
Einführung
In dieser Übung geht es um das große Ganze hinter einzelnen Entscheidungen zur Digitalpolitik. Mit anderen Worten: Es geht um die strategischen Fragen, wohin die Digitalisierung führen soll.
Aber je strategischer das Thema, desto schwieriger ist die Sprache auch oft zu verstehen. Bei kritischerer Lektüre bedeuten viele positiv klingende Wörter manchmal etwas anderes, als man auf den ersten Blick denken könnte. Deshalb müssen wir genauer hinschauen.
Nun sollen diese Zitate aus der Perspektive der Bürger*innen in einer Demokratie betrachtet werden. Sie geben uns Aufschluss darüber, wohin das Internet führen kann, wem es dienen soll und wer es organisieren sollte.
Zitate
Das Blatt mit den Zitaten (die Version ohne Quellenangaben) wird verteilt oder projiziert: siehe Vorlage.
- Die Teilnehmenden lesen sie durch und eventuelle Verständnisfragen können geklärt werden.
- Die Teilnehmenden versuchen außerdem, die Autorin bzw. den Autor den Zitaten zuzuordnen (Übersicht in der Mitte).
- Falls die Anzahl oder die Komplexität der Texte die Teilnehmenden überfordern, können die Moderator:innen auch in kleinere Gruppen einteilen, die verschiedenen Zitatboxen ausschneiden (pro Gruppe) und die Teilnehmenden fragen, welche ein bis drei sie behandeln möchten. Die anderen Zitate würden etwas an die Seite gelegt und ihnen einen Überblick über die verschiedenen Ideen zur Internetgovernance geben.
Anschließend wird die Vorlage in der Version mit den Namen der Autor:innen präsentiert.
Variation
Moderator:innen wählen bereits die Zitate aus, die behandelt werden sollen.
Reflexion
- Wo liegen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Formal, etwa in Textart, Sprache usw., und inhaltlich
- Warum sagen die Menschen das? Was würdest du sagen, wenn du Demokrat*in/Autokrat*in wärst?
- Vor welchen Dilemmata stehen sie? Wie mildern sie ihre Dilemmata?
- Die Strategien von heute sind für die Generationen von morgen – wie sieht die Perspektive der Jugend aus?
- Was sind die Voraussetzungen für eine demokratische Digitalisierung? Wie lässt sich das Gesagte aus der Perspektive von Demokratie, Zusammenarbeit und Menschenrechten einordnen?
- Wo sind dir in letzter Zeit ähnliche Dinge begegnet? Worum ging es dabei? Wie wurde das Projekt 'verkauft', d. h. wie wurde um Unterstützung geworben?
Foto: © politischbilden.de im Computerspielemuseum Berlin

Digital Youth Work - Rights-Sensitive, Open, Accessible, Democratic (DIYW-ROAD)
Veröffentlicht im Rahmen des Projekts DIYW-ROAD, einer europäischen Partnerschaft koordiniert vom Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten.
Die englischsprachige Originalversion dieser Methode ist unter einer CC-BY-SA 4.0 International Lizenz auf der Plattform Competendo erschienen:
➔ Political Ideas behind Digitalisation
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